Bielefelderisch / Deutsch: Was ist ein Pölter?

Natürlich möchten wir auch Neu-Bielefelder und Neu-Sennestädter gerne auf unserer Webseite begrüßen. Bielefeld (gibt es wirklich) hat ja nicht umsonst den Beinamen „Liebefeld“ bekommen.
Bielefeld ist wirklich liebenswert und liebenswert ist nicht nur die Stadt inkl. aller Vororte sondern auch die Bewohner, mit allen Eigenarten.

Unter uns? Die Bielefelder sind gar nicht stur, die reden halt nur nicht gerne. Wenn man dann doch mal eine Ureingebohrenen belauschen kann, dann versteht man ihn teilweise auch nicht. Das liegt nicht an Ihren Ohren, das liegt an der Mundart!

Bielefeld hat keinen eigenen Dialekt, Bielefeld hat eine eigene Sprache!

So gibt es hier in Ostwestfalen und teilweise sogar nur in Bielefeld Wörter, die man sonst nicht so häufig hört. Da wir ja auch nie auslernen, werden wir in einer unregelmäßigen Reihe diese Wörter „übersetzen“! Wir wünschen viel Spaß bei Bielefelderisch – Deutsch / Deutsch – Bielefelderisch!
Heute starten wir mit einem recht einfachen Begriff: Der Pölter!

Wissen Sie was ein Pölter ist? Was ist ein Pölter?

Die Frage klären wir nun:

Wer mit einem Pölter zur Arbeit oder zur Schule geht, der wird schräg angesehen. Nein, ein Pölter ist kein Gehstock und auch kein auffälliger Hut! Ein Pölter ist ein Kleidungsstück bzw. eine Art von Kleidung, denn da muss man fein differenzieren!

In Bielefeld nennt man den Schlafanzug / den Pyjama „Pölter“. Trägt man diesen, dann trägt man übrigens keinen Pölter, sondern man steckt schon drin. Man ist also im Pölter.

Nun muss man wie erwähnt feine Unterschiede machen, wenn man nämlich „in Pölter“ ist, dann trägt man nur bequeme Freizeitkleidung, während „im Pölter“ signalisiert, dass man schon im Schlafanzug steckt. Sie denken nun: Das ist kompliziert? Dann freuen Sie sich schon jetzt auf unser nächste Wort, da werden Sie aber ihre Döppen aufmachen und staunen.

Kleine Zugabe gefällig? Sennestädter die nicht in unserem Förderverein sind, könnten wir auch Kniepekopp nennen. Kniepich bedeutet nämlich „geizig“ und beim Gutes tun, sollte man doch nie zu kniepich sein, oder?